Pilger-Quest. Auf dem Jakobsweg im Allgäu

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P i l g e r q u e s t


Ultreya
(der alte Pilgerruf)
Auf zu dem, was darüber hinausweist!

 

 

Du willst Deinen Weg finden?
Verlasse Deinen Weg!

 

Was ist es, was immer mehr Menschen heut zu Tage auf Pilgerpfaden unterwegs sein lässt?

Ist es die Sehnsucht nach Entschleunigung und nach Vereinfachung statt Beschleunigung und Komplexität? Ist es die Suche nach dem Wesentlichen des Lebens? Ist es die Sehnsucht und Suche nach Sinn statt Entsinnlichung?

Besonders in der Lebensmitte spüren viele die große Sehnsucht endlich bei sich anzukommen, endlich „nach Hause“ zurück zu kehren. Menschen spüren diesen Impuls insbesondere dann, wenn sie wieder einen klaren Blick brauchen, auf das, was wirklich zählt in ihrem Leben. Das lässt viele aufbrechen und einen Weg gehen, den jahrhundertelang viele Menschen mit dem gleichen tiefen Wunsch, schon gegangen sind.

 

Pilgern, das stetige Vorwärtsbewegen im eigenen Rhythmus, bringt innere Prozesse in Gang.

 

„Und hören nicht auf zu wandern, bis wir gewandelt sind.“ (Marie Luise Kaschnitz)

 

Durch das Pilgern bekommen wir wieder Kontakt zur Natur. Das tiefe Eintauchen in diese ursprüngliche Welt ist ein traditioneller Weg, gewohnte Identifikationen zu lockern und uns im unmittelbaren Erleben wieder mit unseren seelischen Bewegungen zu verbinden. Wenn wir alleine, schweigend durch die herrliche Landschaft gehen, tut dies nicht nur unserem Körper gut, es macht auch unseren Geist klar und lebendig. Viele Gedanken steigen in uns auf. Der Rhythmus des Gehens stabilisiert den Rhythmus der Gedanken.

 

Die Anstrengung und das Beisichbleiben wirken befreiend. Kein Zeitdruck, kein Stress hindert uns. Wir beginnen in aller Ruhe nach innen zu schauen. Wir sind ganz bei uns selbst. Es ist der natürliche Wandlungsprozess in der Lebensmitte, der die Lebensrichtung verändert, er wird durch rituelle Einbindung in eine Gruppe ermöglicht und bestärkt.

 

Unsere Pilgerquest ist in einen Ritus des Übergangs eingebunden. Die Grundstruktur des Übergangsritus ist an der natürlichen Dynamik psychischer Wandlungsprozesse ausgerichtet. Dies schafft einen unterstützenden äußeren Rahmen für die notwendigen inneren Bewegungen. Die Grundstruktur der Pilger Quest gliedert sich in drei klar voneinander unterschiedene Phasen: Die Trennungsphase, die Schwellenzeit und die Phase der Wiedereingliederung, mit den jeweiligen spezifischen Erlebensqualitäten.

 

Nach der vorbereitenden und klärenden Trennungsphase, überschreiten wir die Schwelle in die Zeit des Gehens, des Pilgerns. Im gleichmäßigen Fluss des Gehens werden wir zunehmend lebendiger und Anstrengungen werden anders erlebt und gespürt. Die Herausforderungen des Weges und des Wetters werden angenommen, das Alleinsein mit sich selbst erfahren und die eigene seelische Landschaft durchwandert. Eine Pilgerwanderung, die Vieles neu sehen lässt.

 

Nach der Rückkehr wird die Einzigartigkeit jeder individuellen Erfahrung, die sich in der erzählten Geschichte zeigt, von den Gruppenleitern in einer empathischen, nicht-wertenden Haltung gespiegelt und dadurch in die Welt gebracht.  Hier offenbart sich das Erlebte in seiner tieferen Dimension.

 

Die Teilnahme an der Pilger Quest ist für jeden geeignet, der körperlich und psychisch in einer stabilen Verfassung ist.

 

Wenige Male sind wir in unserem Lebenslauf aufgerufen, uns selbst vom Grunde her zu erneuern, uns wieder neu auszurichten. Wenn dafür die Zeit gekommen ist, dann gilt es, einen Aufbruch zu wagen.

 

Ablauf


25. September 2017, 9:30 Uhr bis 03.Oktober 2017 -13 Uhr

 

Zwei Tage Vorbereitung in Oberegg – fünf Tage und fünf Nächte Unterwegssein - eineinhalb Tage Nachbereitung in Oberegg

 

Die Pilgerquest beginnt in Bad Grönenbach und führt Richtung Bodensee

 


Detaillierte Beschreibung nach Anmeldung.

 

Seminarort:  Bildungshof Preißinger in Oberegg

 

Termin: Ltg. Christine Lallinger, Rita Arzberger-Schmidtner und Helmuth Schiersner


Geh, verlass die Heimat,

die Welt, darin du geboren bist,

darin du dich eingerichtet hast -

das Haus voll von den Namen der Dinge, die um dich sind,

lass alles was dir die Sprache über sie zu wissen gibt,

lass auch alles, was dir die Wissenschaft über sie vorspricht,

lass auch die Begriffe, mit denen du nach den Dingen greifst

lass dieses Haus hinter dir, geh!

Dann wirst du, vielleicht wirst du dann dem Anderen begegnen,

für das du weder Namen noch Wissen noch Begriffe hast,

dem ur- und ingründigen Wirklichden und Wirkenden begegnen.
(
Fridolin Stier aus: "Vielleicht ist irgendwo")

 

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